19.05.2025 13:43

Perimenopause ist die Übergangsphase, über die wir mehr sprechen sollten

Dr. Niels van de Roemer
Dr. Niels van de Roemer Medical Adviser
Übergang in die Menopause

Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause markiert eine wichtige Übergangsphase im Leben einer Frau, in der der die weiblichen Hormone allmählich abnehmen. Zyklen werden kürzer, unregelmäßiger und ovulatorische Phasen seltener. Dieser Prozess kann wenige Monate oder mehrere Jahre dauern, im Durchschnitt etwa vier bis fünf Jahre. Für viele Frauen ist diese Zeit mit körperlichen und emotionalen Veränderungen verbunden.

Die Perimenopause ist die natürliche Übergangsphase zur Menopause. Sie ist geprägt von hormonellen Schwankungen, insbesondere einem allmählichen Rückgang des Östrogenspiegels.

Diese Veränderungen wirken sich auf den Menstruationszyklus aus: Zu Beginn der Perimenopause verkürzt sich die Phase der Follikelreifung, was zu kürzeren Zyklen führt. In der späteren Phase bleiben Eisprünge häufiger aus, die Menstruation kann ausbleiben oder unregelmäßig auftreten. Der gesamte Prozess kann individuell sehr unterschiedlich verlaufen.

Die Perimenopause ist ein natürlicher Teil des weiblichen Lebens. Je besser wir verstehen, was in dieser Phase im Körper geschieht, desto gezielter können wir ihn unterstützen, körperlich, mental und emotional.

Was ist der Unterschied zwischen Perimenopause und Menopause?

Die Menopause beschreibt den Zeitpunkt der letzten Menstruationsblutung, während die Perimenopause die Übergangsphase zur Menopause beschreibt. Die Menopause tritt gewöhnlich zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf, wobei die Erfahrungen stark von Frau zu Frau variieren können. Der Übergang von Perimenopause in die Menopause gehen oft nahtlos ineinander über.

Die Anzahl der Follikel nimmt ab

Wie verändern sich die Zyklen in der Perimenopause?

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Reaktion der Eierstöcke auf hormonelle Signale. Einer der Hauptgründe dafür ist die abnehmende Anzahl an Follikel, den kleinen Bläschen in den Eierstöcken, aus denen einmal im Monat eine Eizelle heranreifen kann. Während eine Frau nach der Pubertät noch etwa 250.000 dieser Keimzellen pro Eierstock besitzt, sind es in den Wechseljahren nur noch rund 1.000.

Diese abnehmende Follikelreserve macht die Eierstöcke zunehmend unempfindlich gegenüber hormoneller Stimulierung, insbesondere gegenüber dem sogenannten follikelstimulierenden Hormon (FSH). Als Reaktion darauf produziert der Körper mehr FSH, um die verbleibenden Follikel zur Reifung anzuregen. Dies führt dazu, dass die Reifung der Follikel und damit die Östrogenproduktion während dieser Zeit stark angeregt wird. Die Folge dieser Dominanz von Östrogen ist immer ein (relativer) Mangel an Progesteron

Dieses hormonelle Ungleichgewicht, zu viel Östrogen bei gleichzeitigem Progesteronmangel, ist ein zentraler Auslöser für viele der typischen Beschwerden, die Frauen während der Perimenopause erleben: Von Stimmungsschwankungen über Schlafprobleme bis hin zu Zyklusunregelmäßigkeiten.

  1. Ovulatorischer Zyklus

  • Follikel reagieren auf die hormonellen Signale
  • Eisprung wird ausgelöst
  • typischerweise vorzeitiger Eisprung und Verkürzung des Zyklus um 2-4 Tage
  • stärkere Menstruationsblutungen
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In einem sogenannten ovulatorischen Zyklus reagieren die Follikel auf hormonelle Signale: Der Östrogenspiegel steigt an, und das luteinisierende Hormon (LH) löst den Eisprung aus. Ein erstes frühes Anzeichen dafür, dass der Körper in die Perimenopause eintritt, ist häufig eine Verkürzung des Menstruationszyklus um etwa 2 bis 4 Tage.

Der Grund dafür liegt in einer veränderten Reaktion der Eierstöcke: Sie sprechen empfindlicher auf das follikelstimulierende Hormon (FSH) an, das in dieser Lebensphase vermehrt ausgeschüttet wird. Das kann zu einem verfrühten Eisprung führen und damit zu einem verkürzten Zyklus.

Gleichzeitig sinkt der Progesteronspiegel nach und nach ab. Das kann zu stärkeren Blutungen während der Menstruation führen – und das ganz unabhängig davon, wie hoch die Östrogenspiegel sind. Wichtig zu wissen: Auch wenn sich der Zyklus verändert, handelt es sich dabei oft noch um eine "echte Menstruation", also eine Blutung nach einem Eisprung. Dies erkennt man zum Beispiel daran, dass etwa 10 bis 16 Tage vor der Blutung ein Temperaturanstieg zu beobachten ist. Diese ersten Veränderungen, insbesondere die Verkürzung der Zyklen, gehören zu den typischen frühen Anzeichen der Perimenopause.

Ein Hinweis zum Schluss: Kürzere Zyklen können auch andere Ursachen haben. Wenn Du in Deinen 30ern einen leicht verkürzten Zyklus feststellst, bedeutet das nicht automatisch, dass Du bereits in der Perimenopause bist. Denn ganz allgemein verkürzt sich die durchschnittliche Zykluslänge mit dem Alter – von rund 29 Tagen in den 20ern auf etwa 26 Tage in den 40ern.

  1. Anovulatorischer Zyklus

  • Follikel reagieren nicht auf Hormonanstieg
  • Östrogenspiegel bleibt niedrig
  • Eisprung fällt aus
  • Keine Basaltemperaturerhöhung
  • Zyklus endet mit kürzerer Durchbruchblutung
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Die Follikel reagieren nicht, der Östrogenspiegel bleibt dadurch niedrig, und es findet kein Eisprung statt. Im Gegensatz zu einem Zyklus mit Eisprung findet aufgrund der fehlenden Reaktion der Eierstöcke bei einem anovulatorischen Zyklus keine Temperaturerhöhung in der Lutealphase statt und der Zyklus endet mit einer meist etwas kürzeren Durchbruchblutung.

Die Blutung, die nach einem anovulatorischen Zyklus auftritt, ist streng genommen keine “echte” Menstruation, sondern eine Östrogen-Durchbruchblutung. Sie wird durch einen niedrigen Progesteronspiegel und die Anhäufung von Gebärmutterschleimhaut verursacht. Du erkennst einen anovulatorischen Zyklus indem du deine Basaltemperatur mit einem Zykluscomputer, wie Daysy trackst. Wenn du keinen Temperaturanstieg deiner Basaltemperatur erkennst, hattest du keinen Eisprung.

Im Durchschnitt sind etwa 6 der letzten 10 Zyklen im Jahr vor der Menopause anovulatorisch. Das bedeutet, dass in dieser späten Phase der Perimenopause ungefähr 60% der Zyklen ohne Eisprung auftreten können.

Wie verändert sich die Periode in der Perimenopause?

Genau wie die Zyklen kann die Intensität Deiner Menstruation ebenfalls in der Perimenopause variieren.

In Zyklen ohne Eisprung kann die Menstruation leichter und kürzer sein, oder komplett ausfallen.

Wenn du einen Eisprung hast, kann es sein, dass du mehr Blut verlierst als normalerweise. Studien bei Frauen, die sich in der späten Phase des Übergangs zur Menopause befinden (ein bis drei Jahre vor der Menopause), zeigen, dass der durchschnittliche Blutverlust während der Menstruation nach Zyklen mit Eisprung mehr als doppelt so hoch ist wie in den mittleren Jahren ihrer Fruchtbarkeit.

Was sind typische Symptome und Veränderungen in der Perimenopause?

Die Perimenopause geht mit einer Vielzahl von Symptomen einher, von denen viele durch hormonelle Schwankungen verursacht werden. Zu den häufigsten gehören:

  1. Unregelmäßige Menstruationszyklen

Während der Perimenopause können die Menstruationszyklen unregelmäßig werden. Manche Frauen können längere oder kürzere Zyklen, schwerere oder leichtere Blutungen erleben. Manche Zyklen können sogar ohne Eisprung verlaufen.

  1. Hitzewallungen und Nachtschweiß:

Dies sind wohl die bekanntesten Symptome der Perimenopause und Menopause. Hitzewallungen können plötzliche Gefühle von Hitze im Oberkörper verursachen, oft begleitet von Erröten und Schwitzen. Nachtschweiß kann zu Schlafstörungen führen.

  1. Stimmungsschwankungen

Viele Frauen berichten von Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Depression während der Perimenopause. Dies kann teilweise auf die hormonellen Veränderungen, aber auch auf Schlafstörungen aufgrund von Nachtschweiß zurückzuführen sein.

  1. Schlafstörungen

Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen können während der Perimenopause auftreten, oft in Verbindung mit Nachtschweiß.

  1. Veränderungen der Libido

Einige Frauen erleben eine verminderte Libido oder Veränderungen in der sexuellen Reaktion und Empfindung. Die Vaginalgesundheit kann ebenfalls betroffen sein, mit Symptomen wie Trockenheit oder Unbehagen beim Geschlechtsverkehr.

  1. Kognitive Veränderungen

Einige Frauen berichten von Konzentrationsschwierigkeiten oder Gedächtnisproblemen während der Perimenopause.

  1. Körperliche Veränderungen

Es können körperliche Veränderungen wie Gewichtszunahme und Veränderung der Fettverteilung auftreten.

Was kannst du gegen Beschwerden in der Perimenopause tun?

Wichtig zu wissen ist, dass die Perimenopause ein normaler Übergangsprozess ist, der mitunter Jahre dauern kann. Im ersten Schritt kann es schon sehr hilfreich sein, sich mit der Situation zu befassen, Symptome zu tracken und anhand der Basaltemperatur zu verstehen, was genau passiert.

Bei den beschrieben Beschwerden ist ein ganzheitlicher und individueller Ansatz besonders wichtig. Da jede Frau die Perimenopause auf unterschiedliche Weise erlebt, ist es wichtig, auf die spezifischen Symptome und den allgemeinen Gesundheitszustand einzugehen. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichender Schlaf können der erste Schritt sein, die individuellen Symptome zu lindern.

Solltest Du unter sehr belasteten Symptomen leiden, die Deine Lebensqualität beeinträchtigen, kann eine ärztliche Behandlung erforderlich sein, beispielsweise eine Hormontherapie zur Linderung schwerer Hitzewallungen oder die Anwendung von Schlafmedikamenten bei durch die Wechseljahre verursachter Schlaflosigkeit.

  1. Schaff dir Abhilfe bei Hitzewallungen - Das Zwiebelprinzip

Bei Hitzewallungen kann das Anziehen im Zwiebelprinzip dir helfen. Indem du mehrere Schichten Kleidung trägst, kannst du bei Bedarf eine Schicht entfernen, um deine Körpertemperatur zu senken. Sobald die Hitzewallung vorbei ist, kannst du die Kleidungsschicht wieder anlegen. Dies ist besonders hilfreich, da auf eine Wärmeattacke häufig ein Kältegefühl folgt. Nach einer Hitzewallung kann ein Funktionsunterhemd, das Feuchtigkeit nicht absorbiert, angenehmer sein als Baumwollunterwäsche.

  1. Wenn das Gewicht sich verändert – So unterstützt du deinen Körper liebevoll

In der Perimenopause, einer ohnehin von hormonellen Schwankungen geprägten Phase, fällt es vielen zusätzlich schwerer, das eigene Gewicht zu halten. Das kann frustrierend sein, ist aber kein Zeichen von persönlichem Versagen, sondern Teil eines komplexen körperlichen Umstellungsprozesses. In dieser Zeit kann es dir sehr helfen besonders auf den eigenen Körper hören und ihm das geben, was er braucht. Zum Beispiel

  • eine nährstoffreiche Ernährung, die guttut mit viel Gemüse, Obst, gesunden Fetten und ausreichend Proteinen.
  • Bewegung, die dir Freude macht, sei es Spazierengehen, Yoga, Tanzen oder gezieltes Krafttraining.

  1. Sanft einschlafen trotz Hormonchaos – Tipps für ruhige Nächte

Schlafstörungen können in der Perimenopause aufgrund von Hormonschwankungen und anderen Symptomen wie Hitzewallungen und Nachtschweiß häufiger auftreten. Hier sind einige Strategien, die helfen können, Schlafprobleme zu lindern:

  • Gute Schlafhygiene: Versuche, eine regelmäßige Schlafenszeit einzuhalten und schaffe eine ruhige, dunkle und kühle Schlafumgebung. Vermeide Bildschirme und andere elektronische Geräte kurz vor dem Schlafengehen, da das Licht dieser Geräte den Schlaf stören kann.
  • Entspannungstechniken: Techniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen, den Geist zu beruhigen und die Entspannung vor dem Schlafengehen zu fördern.
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann helfen, die Schlafqualität zu verbessern. Versuche jedoch, intensive Workouts kurz vor dem Schlafengehen zu vermeiden, da das ausgeschüttete Adrenalin zusätzlich körperliche Unruhe verursacht .
  • Vermeide schwere Mahlzeiten und Alkohol kurz vor dem Schlafengehen: Beide können den Schlaf stören und zu Unbehagen und Verdauungsproblemen führen.

  1. Wenn dein Körper mehr braucht – Vitamine, die dir durch die Perimenopause helfen

Obwohl es keine spezifischen Vitamine gibt, die ausschließlich für die Perimenopause bestimmt sind, können bestimmte Vitamine und Nährstoffe hilfreich sein.

  • Kalzium ist wichtig für die Knochengesundheit
  • Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium fördert
  • Vitamin K spielt eine Rolle bei der Knochengesundheit und der Blutgerinnung
  • Vitamin E kann bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen unterstützend wirken
  • B-Vitamine, insbesondere Vitamin B6, können bei der Hormonregulation und Stimmungsschwankungen unterstützen
  • Magnesium kann Muskelkrämpfe und Schlafstörungen reduzieren.

  1. Alternative Wege zur Linderung – Wie du natürliche Therapien in den Wechseljahren nutzen kannst

Alternative Therapien bei den Wechseljahren haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, und eine davon ist die Methode der Menopause-Expertin Lara Briden. Lara Briden ist eine bekannte Autorin und Gesundheitsexpertin, die sich auf hormonelle Gesundheit spezialisiert hat. Ihre Ansätze basieren auf naturheilkundlichen Prinzipien und einer ganzheitlichen Herangehensweise an die Menopause. Sie empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • ausgewogene Ernährung
  • regelmäßige Bewegung
  • Stressmanagement

Darüber hinaus legt Lara Briden Wert auf natürliche Methoden zur Linderung von Menopause-Symptomen. Dazu gehören pflanzliche Präparate, die bei Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen helfen können.

  • Traubensilberkerze
  • Mönchspfeffer

Falls du gerne alternative Therapien ausprobieren möchtest, solltest du Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin zu halten, um mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder individuelle Gesundheitsaspekten zu berücksichtigen.

  1. Hormonersatztherapie (HRT)

Eine weitere weit verbreitete Behandlungsoption für starke Symptome in Menopause ist die Hormonersatztherapie (HRT). Diese Therapie besteht darin, künstliche Hormone, insbesondere Östrogen und Progesteron, einzunehmen, um den Hormonmangel während der Wechseljahre auszugleichen. Die Hormonersatztherapie kann in unterschiedlichen Formen verabreicht werden:

  • Tabletten
  • Pflastern
  • Gels
  • Spritzen

Die Hormonersatztherapie kann effektiv sein, um viele der Symptome der Menopause zu lindern, wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, vaginale Trockenheit und Schlafstörungen. Darüber hinaus kann sie auch den Verlust von Knochenmasse (Osteoporose) verlangsamen, der mit den Wechseljahren einhergehen kann.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Hormonersatztherapie auch Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Hormonersatztherapie mit einem Arzt oder einer Ärztin zu besprechen, um individuelle Risiken und Nutzen abzuwägen und die Behandlung an die spezifischen Bedürfnisse anzupassen.

7. Zyklustracking – Dein Werkzeug für mehr Klarheit in der Perimenopause

Zyklustracking kann in der Perimenopause eine wertvolle Unterstützung sein, um die Veränderungen in deinem Körper besser zu verstehen.

Durch das regelmäßige Beobachten und Aufzeichnen deines Zyklus kannst du Muster in deinem Menstruationsverlauf sowie begleitende Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen erkennen. Zudem zeigt dir das Zyklustracking, ob du genügend Progesteron produzierst, da ein anhaltender Anstieg der Basaltemperatur nach dem Eisprung auf ausreichende Progesteronwerte hinweist. Du kannst auch erkennen, wenn du einen anovulatorischen Zyklus (einen Zyklus ohne Eisprung) hast.

Dies gibt dir wertvolle Einblicke in deinen hormonellen Zustand und hilft dir, besser mit den Schwankungen in dieser Übergangsphase umzugehen.

FAQ zur Perimenopause

Was sind die ersten Anzeichen der Perimenopause?

Die ersten Anzeichen der Perimenopause können unregelmäßige Perioden, Veränderungen in der Stärke der Menstruation, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Schlafprobleme sein. Diese Symptome sind individuell sehr unterschiedlich und können sich sowohl schleichend als auch plötzlich bemerkbar machen. Mit Zyklustracking kannst du Veränderungen wie verkürzte Zyklen oder anovulatorische Zyklen (Zyklen ohne Eisprung) frühzeitig erkennen.

Kann ich in der Perimenopause schwanger werden?

Ja, eine Schwangerschaft ist während der Perimenopause noch möglich, da der Eisprung nicht von Beginn an vollständig ausbleibt. Da die Zyklen jedoch zunehmend unregelmäßiger werden, kann die Verwendung eines Zykluscomputers helfen, den Eisprung zu bestimmen und den Zyklus im Blick zu behalten.

Wann sollte ich einen Arzt wegen der Perimenopause aufsuchen?

Wenn die Symptome der Perimenopause deine Lebensqualität stark beeinträchtigen, zum Beispiel durch anhaltende Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen, extreme Stimmungsschwankungen oder starke Hitzewallungen, ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen. Ein Facharzt oder eine Fachärztin kann dich über Therapiemöglichkeiten wie hormonelle oder alternative Behandlungen beraten.

Wie kann mir Zyklustracking während der Perimenopause helfen?

Das Zyklustracking ist in der Perimenopause besonders wertvoll, weil es dir hilft, die Veränderungen in deinem Hormonhaushalt besser zu verstehen und zu beobachten. In dieser Übergangsphase werden Zyklen oft unregelmäßig, und Eisprünge können unvorhersehbar ausfallen. Durch das Aufzeichnen von Zykluslänge, Basaltemperatur und Symptomen erkennst du, ob und wann ein Eisprung stattgefunden hat, ob du genug Progesteron produzierst und wie sich dein Zyklus im Laufe der Zeit verändert.

Dies ermöglicht dir nicht nur ein besseres Verständnis deines Körpers, sondern kann auch entscheidend sein, wenn du eine Schwangerschaft vermeiden oder noch gezielt planen möchtest. Darüber hinaus können die gesammelten Daten bei einem Arztbesuch wertvolle Informationen liefern, um gezielt über mögliche Therapien oder Behandlungsoptionen zu sprechen.

Quellen

Prior JC. Perimenopause: the complex endocrinology of the menopausal transition. Endocrine Reviews. 1998 Aug;19(4):397-428. https://academic.oup.com/edrv/article/19/4/397/2530801

Hale, G. E., Manconi, F., Luscombe, G., and Fraser, I. S. Quantitative measurements of menstrual blood loss in ovulatory and anovulatory cycles in middle- and late-reproductive age and the menopausal transition. Obstetrics and Gynecology , 115(2 Pt 1):249–256, Feb 2010 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20093896/

Landgren BM, Collins A, Csemiczky G, Burger HG, Baksheev L, Robertson DM. Menopause transition: annual changes in serum hormonal patterns over the menstrual cycle in women during a nine-year period prior to menopause. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. 2004 Jun 1;89(6):2763-9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15181055/

https://www.larabriden.com/category/perimenopause-menopause/

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