Das Prinzip der Ovulationstests ist simpel und einleuchtend: Du misst per Teststäbchen oder Teststreifen sowie einer Kontrolllinie, wie viel vom Luteinisierenden Hormon (LH) in deinem Urin vorhanden ist. LH gehört zu den Hormonen, die deinen Zyklus steuern. Es löst deinen Eisprung aus, ist wichtig für die Ausbildung des Gelbkörpers und der wiederum produziert das Hormon Progesteron.
Der LH-Spiegel schwankt allerdings nicht nur innerhalb des Zyklus, sondern auch von Frau zu Frau – und manchmal bei ein und derselben Frau im Verlauf ihrer fruchtbaren Jahre. Das zeigt sich an folgenden Zahlen:
- In der ersten Zyklusphase liegt der LH-Normalwert eines gesunden Mädchens oder einer gesunden jüngeren Frau bei 1,9 bis 12,5 internationalen Einheiten pro Liter (kurz: IU/l).
- Kurz vorm Eisprung, am sogenannten LH-Peak, erfolgt ein deutlicher Anstieg und die Konzentration liegt bei 8,7 bis 76,3 U/l. Deshalb werden Ovulationstests auch Eisprungtest genannt.
- Danach sinkt die Konzentration stark ab und liegt in der 2. Zyklushälfte bei 0,5 bis 16,9 U/l1.
Bei Frauen, die Medikamente nehmen müssen, die bis vor kurzem hormonell verhütet haben, die sehr wenig wiegen oder bereits in den Wechseljahren sind, kann das allerdings ganz anders aussehen. Sie können aus LH-Tests wenig bis gar nichts ablesen. Doch dazu später mehr.