Mai 2026: PCOS wurde offiziell in PMOS (Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom) umbenannt. Die Erkrankung, die Diagnosekriterien und die Behandlungsoptionen bleiben unverändert.
Was ist das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS)?
Das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) ist eine weit verbreitete hormonelle und metabolische Erkrankung, die 1 von 8 Frauen weltweit betrifft, mehr als 170 Millionen Menschen. Es handelt sich um eine komplexe Erkrankung, die nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern auch das Hautbild, das Körpergewicht, den Hormonhaushalt und das psychische Wohlbefinden massiv beeinflussen kann. PCOS wird oft erst spät erkannt, da die Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können.
Seit Mai 2026 trägt PCOS offiziell den Namen Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS), beschlossen durch einen globalen wissenschaftlichen Konsens, veröffentlicht im Fachblatt The Lancet. Der neue Name spiegelt die hormonelle und metabolische Natur der Erkrankung besser wider. Auf dieser Seite verwenden wir beide Bezeichnungen, damit du die Informationen findest, die du benötigst, unabhängig davon, welchen Begriff deine Ärztin oder dein Arzt verwendet.
Typische Symptome des PCOS
Die Symptome von PCOS variieren stark und können sich schleichend entwickeln.
Wie wird PCOS festgestellt?
Für die Diagnose von PCOS greifen Ärztinnen und Ärzte auf die sogenannten Rotterdam-Kriterien zurück. Die meisten Frauen erhalten die Diagnose Polyzystisches Ovar-Syndrom im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von PCOS sind noch nicht vollständig erforscht. Eine Kombination aus genetischer Veranlagung, hormonellen Dysbalancen und Lebensstilfaktoren scheint ausschlaggebend zu sein.
Ganzheitlich und individuell
Die Behandlung von PCOS ist abhängig von den jeweiligen Symptomen und Lebensumständen der Betroffenen. Ziel der Therapie ist es, den Hormonhaushalt zu regulieren, Eisprünge wiederherzustellen, Stoffwechselwerte zu verbessern und das Wohlbefinden zu steigern.
Chancen auf eine Schwangerschaft
Auch wenn PCOS eine der häufigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch ist, bedeutet das nicht, dass eine Schwangerschaft unmöglich ist. Mit den richtigen Maßnahmen, Lebensstiländerung, Hormontherapie, Ovulationsinduktion oder assistierte Reproduktion, kann vielen Frauen geholfen werden. Frühe Diagnostik und eine individuelle Therapie erhöhen die Chancen erheblich.
PCOS ist in den meisten Fällen gut behandelbar
Das Polyzystische Ovar-Syndrom ist eine vielschichtige Erkrankung, die in den meisten Fällen gut behandelbar ist, vorausgesetzt, sie wird rechtzeitig erkannt. Eine Kombination aus gesunder Lebensweise, gezielter medikamentöser Therapie und regelmäßiger ärztlicher Kontrolle bildet die Grundlage einer erfolgreichen Behandlung. Frauen mit PCOS sollten sich nicht entmutigen lassen: Mit Wissen, Eigenverantwortung und medizinischer Unterstützung lässt sich ein guter Umgang mit der Erkrankung finden.