Der Menstruationszyklus ist eine Abfolge von Vorgängen, die im Körper einer Frau von einer Periode bis zur nächsten stattfinden. In der Regel beginnt er in der Pubertät und endet mit der Menopause.
Diese zyklischen Veränderungen in Gebärmutter und Eierstöcken dauern im Durchschnitt 28 Tage, können aber zwischen 21 und 40 Tagen variieren. Gesteuert werden sie von biochemischen Botenstoffen, die dein Gehirn (Hypothalamus und Hypophyse) und deine Eierstöcke freisetzen.
Der Zyklus besteht aus zwei Hauptphasen, nicht vier. Manche Quellen zählen Menstruation und Eisprung als eigene Phasen, tatsächlich gehören sie jedoch zur Follikelphase.
Follikelphase: Jeder Zyklus beginnt mit der Periode, die typischerweise 2–7 Tage dauert. In dieser Phase regen Hormone das Wachstum und die Reifung von Eibläschen (Follikeln) in den Eierstöcken an. Mehrere Follikel entwickeln sich, aber nur einer reift vollständig. Gleichzeitig baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf, um sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Die Follikelphase endet mit dem Eisprung, ausgelöst durch einen Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH). Die Eizelle wird freigesetzt und wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter.
Lutealphase: Nach dem Eisprung verwandelt sich das zurückgebliebene Gewebe in den sogenannten Gelbkörper. Dieser produziert hauptsächlich das Hormon Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut aufrechterhält. Kommt es innerhalb von 12–14 Tagen nicht zu einer Schwangerschaft, zerfällt der Gelbkörper, die Hormonspiegel sinken ab und die Schleimhaut wird abgestoßen, die nächste Periode beginnt.