Direkt nach der Menstruation empfinden viele Frauen ihren Scheideneingang als trocken. Es ist kein Schleim sichtbar oder fühlbar. Dieses Gefühl kann auch rau oder juckend sein. In dieser Phase bist du in der Regel nicht fruchtbar.
Mit zunehmender Östrogenproduktion beginnt die Schleimbildung. Anfangs ist der Schleim oft weißlich oder gelblich, dick, cremig, zäh oder klumpig. Er ist nicht dehnbar und kann an Quark oder an mit Wasser vermischtes Mehl erinnern. Zu diesem Zeitpunkt fühlst du dich meist feucht, aber noch nicht rutschig. Diese Phase gilt als eingeschränkt fruchtbar.
Je näher der Eisprung rückt, desto klarer, glasiger und dehnbarer wird der Schleim. Er sieht dann oft aus wie rohes Eiweiß, lässt sich in langen Fäden auseinanderziehen und fühlt sich glitschig, rutschig, fast eingeölt an. Manchmal ist er so flüssig, dass er beim Wasserlassen oder Stuhlgang in langen Fäden abgeht oder sogar im Wasser schwimmt. Du fühlst dich jetzt am Scheideneingang nass. Dies ist deine hochfruchtbare Zeit.
Der Höhepunkt des Schleims ist meist der letzte Tag mit dieser besten Schleimqualität – also der letzte Tag, an dem du spinnbaren, glasklaren, eiweißartigen oder sehr nassen Schleim beobachtest. Diesen Tag solltest du dir besonders merken, denn der Eisprung erfolgt meist in den folgenden 24 bis 48 Stunden.
Nach dem Eisprung nimmt die Schleimmenge deutlich ab. Der Schleim wird wieder trüb, dicklich, klumpig oder verschwindet ganz. Auch das nasse oder glitschige Gefühl verschwindet, oft folgt wieder eine trockene Phase. Diese Rückbildung ist ein deutliches Zeichen dafür, dass deine fruchtbaren Tage vorbei sind.