Zyklus-Kräuter

Wie man mit Kräutern den Zyklus in den Griff bekommt.

Wer unter einem unregelmäßigen Zyklus oder starken prämenstruellen Symptomen leidet, kann statt Medikamenten auch einmal zur Kräuterapotheke greifen.

 

Der eigene Zyklus ist für viele ein Rätsel. Vor allem für Frauen, die sich ein Kind wünschen. Sei es, dass die Periode zu früh oder zu spät kommt, dass die Tage vor der Menstruation von schlechter Laune und Unwohlsein geprägt sind oder dass es mit dem Wunschkind einfach nicht klappen will. Benutzerinnen von Daysy und der dazugehörigen App DaysyView haben ihren Zyklus besser im Blick und wissen genau, ob ihre erste und zweite Zyklushälfte im Einklang miteinander sind. Wenn nicht, können Heilpflanzen einen Versuch Wert sein, ohne gleich zu Hormonen und Medikamenten greifen zu müssen. Doch auch hierbei gilt, zuerst sollte man unbedingt mit seinem Arzt sprechen!

Eines der bekanntesten Kräuter ist der Mönchspfeffer. Auf seine Wirkung vertrauen selbst Ärzte, die sonst nicht an die Wirkung von Heilpflanzen glauben. Untersuchungen haben gezeigt, dass Extrakte aus den Früchten sich regulierend auf den Zyklus auswirken. Zum einen können sie bewirken, dass die Periode wieder regelmäßiger einsetzt und Spannungen in der Brust (Mastodynie) vor der Menstruation nachlassen. Durch den Mönchspfeffer wird nämlich weniger Prolaktin freigesetzt, ein Hormon, das unter anderem die Milchbildung anregt. Auch Frauen, die schwanger werden möchten, können von der Pflanze profitieren. Oft ist die zweite Zyklusphase, die sogenannte Lutealphase, zu kurz und die Einnistung so verhindert. Durch die Einnahme kann sich diese verlängern. Zwar gibt es Mönchspfeffer als Tee, jedoch ist die Dosierung einfacher in Tablettenform.

Auch Tee aus Frauenmantel kann sich positiv auf den Zyklus auswirken. Sowohl eine verkürzte erste, als auch eine verkürzte zweite Zyklushälfte können sich wieder regulieren. Der Tee soll außerdem bewirken, dass das Becken besser durchblutet wird und die Reifung und Einnistung der Eibläschen wird unterstützt. Auch nach der Geburt kann er frischgebackenen Müttern helfen. Frauenmantel wirkt auf die Gebärmutter bei nachgeburtlichen Blutungen und fördert die Rückbildung.

Viele haben Ingwer bereits in der Küche, sei es als Tee oder Gewürz. Doch auch bei Menstruationsbeschwerden kann Ingwer helfen. Wer Ingwer hoch dosiert in Kapselform zu sich nimmt, könnte auf Schmerzmittel in Zukunft verzichten.

Nach längerer Einnahme der Pille lässt die Periode oft auf sich warten, oder es setzt nur noch eine Schmierblutung ein. Ein Tee aus Beifuß kann helfen, die Periode wieder in Schwung zu bringen. Er treibt den Harn und Schweiß und regt zusätzlich die Verdauung an. Aufpassen sollte man, wenn die Blutung stark ist, denn diese könnte sich durch den Beifuß noch verstärken. Nicht nur als Tee kann Beifuß helfen. Beifußwaschungen können bei einer Pilzinfektion helfen und als Fußbad sorgt das Kraut für wohlig warme Füße.

Für Frauen, die kurz vor der Geburt stehen, könnte eine tägliche Tasse Himbeerblättertee hilfreich sein. Denn ein Tee aus den Blättern, soll den Muttermund weicher machen und somit die Geburt erleichtern. Der Tee wird außerdem empfohlen, um die Wehentätigkeit anzuregen. Generell sollten aber Schwangere zuerst mit ihrem Arzt oder ihrer Hebamme sprechen, welche Tees oder Kräuter geeignet sind.

Wer sich über die Dosierung sicher sein möchte, der sollte die Produkte ausschließlich in der Apotheke kaufen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Die Kassen übernehmen für pflanzliche Produkte so gut wie nie  die Kosten.