PCOS hat einen neuen Namen. Es heißt jetzt PMOS.
Seit dem 12. Mai 2026 heißt das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) offiziell Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom, kurz PMOS. Die Umbenennung wurde im Fachblatt The Lancet veröffentlicht, nach einem 14-jährigen globalen Konsensprozess mit mehr als 50 Fachgesellschaften und Patientenorganisationen sowie über 22.000 Rückmeldungen weltweit.
Wenn du mit PCOS diagnostiziert wurdest, hat sich deine Erkrankung nicht verändert. Nur der Name.
Warum PCOS in PMOS umbenannt wurde
Der alte Name war wissenschaftlich ungenau.
Er suggerierte, dass Ovarialzysten das Hauptmerkmal der Erkrankung sind. Das stimmt nicht. Forschungen haben bestätigt, dass es keinen Anstieg abnormer Ovarialzysten bei der Erkrankung gibt. Die im Ultraschall sichtbaren Strukturen sind arretierte Follikel, keine pathologischen Zysten. Viele Betroffene haben keine Zysten und bekamen jahrelang keine Diagnose. Die WHO schätzt, dass 70 Prozent der Betroffenen derzeit nicht diagnostiziert sind.
Zudem lenkte der alte Name den Blick auf die Eierstöcke als Ursache, während die endokrinen und metabolischen Dimensionen der Erkrankung vollständig ignoriert wurden.
Der neue Name spiegelt wider, was die Wissenschaft heute weiß: "Polyendokrin" erfasst die vielschichtige Hormonstörung. "Metabolisch" benennt den zentralen Mechanismus. "Ovarial" behält den Bezug zur Reproduktionsgesundheit bei, als ein Teil eines größeren Bildes.
PMOS Symptome und Diagnosekriterien
PMOS wird diagnostiziert, wenn mindestens 2 von 3 Kriterien erfüllt sind:
- Unregelmäßige Ovulation oder Perioden
- Erhöhte Androgenwerte (klinisch oder biochemisch)
- Polyzystisch aussehende Eierstöcke im Ultraschall (oder erhöhte Anti-Müllerian-Hormon-Werte (AMH) bei Erwachsenen)
Wichtig: Polyzystische Eierstöcke sind keine Voraussetzung für die Diagnose, und waren es nie. AMH kann unter dem neuen Rahmen in vielen Fällen das Ultraschallkriterium offiziell ersetzen.
Häufige Symptome sind unregelmäßige oder ausbleibende Perioden, Akne, unerwünschter Haarwuchs, Gewichtsveränderungen sowie psychische Beschwerden wie Angst oder Depression, die jetzt offiziell als Kernmerkmale von PMOS anerkannt sind. Common symptoms include irregular or absent periods, acne, unwanted hair growth, weight changes, and mental health challenges such as anxiety or depression, now officially recognized as core features of PMOS.
Kannst du Daysy bei PMOS verwenden?
Daysy ist ein Zyklustracker zur Bestimmung der Ovulation sowie der fruchtbaren und nicht fruchtbaren Tage im Zyklus. Daysy ist kein Verhütungsmittel.
Viele Frauen mit PMOS verwenden Daysy erfolgreich. Daysy kann dich unterstützen, wenn deine Zyklen im Bereich von 19 bis 40 Tagen liegen, einschließlich gelegentlicher Zyklen, die diesen Bereich überschreiten. Wenn dein Zyklus regelmäßig außerhalb des Bereichs von 19 bis 40 Tagen liegt, ist Daysy nicht empfohlen.
PMOS vs PCOS: Was gleich bleibt
Der Übergang von PCOS zu PMOS findet über drei Jahre statt, in Patientenakten, klinischen Leitlinien, Forschungspublikationen und Patientenressourcen. In dieser Zeit wirst du beiden Namen begegnen. Die empfohlene Formulierung lautet: PMOS (früher PCOS).
Deine Diagnose, deine Diagnosekriterien und deine Behandlungsoptionen bleiben unverändert. Was sich ändert, ist der Rahmen, und damit die Erwartung, dass der metabolische Anteil dieser Erkrankung von Anfang an ernst genommen wird.